Babys und Kleinkinder Sprachentwicklung fördern

Vorlesen fördert die Sprachentwicklung. Bild: @ J&S Books GmbH

Die Sprachentwicklung fördern – das ist das Ziel aller Eltern. Wie geht das am einfachsten?

Wer in jungen Jahren lernt, zuzuhören, profitiert davon sein gesamtes Leben. Zuhören ist die Basis jeder Kommunikation. Aufmerksame Zuhörer erfassen Zusammenhänge schneller und lösen Konflikte besser. Generell fällt ihnen das Lernen leichter.

Zu guten Zuhörern werden Deine Kinder, wenn Du Geschichten vorliest, die die Fantasie anregen und Lust auf mehr machen. Monotonen Vorträgen dagegen folgen selbst Erwachsene nur mit Mühe…

Wie die Sprachentwicklung gefördert wird

Bereits im Kleinkindalter entwickelt Dein Kind ein feines Gespür für Klang und Rhythmus der Sprache. Je mehr Du mit ihm kommunizierst, vorliest, singst oder kleine Reime aufsagst, desto größer ist die Entwicklung des Sprachgebrauchs. Bücher und Geschichten erweitern den Wortschatz.

Zudem verinnerlichen kleine, aufmerksame Zuhörer grammatikalisch korrekte Satzstrukturen.

Warum auch ältere Kinder vom Vorlesen profitieren

Je nach persönlicher Entwicklung und Förderung lernen Schüler und Schülerinnen in den ersten Jahren mehr oder weniger schnell das Lesen. Ab diesem Zeitpunkt stellen viele Eltern das Vorlesen ein – schließlich kann das Kind die Bücher nun selbst entziffern. Dabei vergessen Mütter und Väter folgendes Problem:

Kinder im Grundschulalter verstehen inhaltlich weit komplexere Geschichten, als sie selber reibungslos lesen können. Ein Zwiespalt, der für Dein Kind einen Rückschritt bedeutet – schnell wird aus Leselust purer

Frust. Um die Lesekompetenz zu fördern, wähle den Mittelweg. Lasse Dir zu Übung einfache Texte von Deinem Kind vorlesen. Bei längeren, diffizilen Geschichten tauscht ihr die Rollen. Du wirst zum Vorleser, Dein Kind zum Zuhörer.

Lesehunger ist der beste Lehrer“, wusste der Schriftsteller Manfred Hinrich und hat damit ins Schwarze getroffen. Mit dem richtigen Feingefühl wird Dein Kind vom begeisterten Zuhörer zum leidenschaftlichen Leser.

Fazit:
Lies also auch dann noch vor, wenn dein Kind schon selber lesen kann.

Wie Kinderbuchapps eine Brücke zu Büchern schlagen können

Ob klassisches Buch oder digitale App ist kein entscheidendes Merkmal für die spätere Leselust Deines Kindes. Vielmehr kommt es auf die Qualität der Geschichten an. In einer Zeit, in der das Internet Einzug in jede Schule hält, wird der Umgang mit Tablet oder Notebook zur Selbstverständlichkeit.

Du kannst gemeinsame Zeit mit einer pädagogisch durchdachten Geschichten-App ebenso zu einem Ritual im Alltag machen, wie die regelmäßige Vorlese-Routine. Dabei taucht Dein Kind in digitale Abenteuer gleichermaßen begeistert ein, wie in vorgelesene Erzählungen aus einem Buch. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn dein Kind mit sieben oder acht Jahren nicht selber vorlesen will. Wer weiß, vielleicht hilft eine App?

So oder so – ist der Spaß am Zuhören geweckt, steigt mit zunehmendem Alter die Lust, selber zu spannenden Büchern zu greifen.